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Hilfe für Europas Bienen und Wildbestäuber

 

Bienen und andere Bestäuber sind essentiell für die Ernährung der Bevölkerung und die Erhaltung einer gesunden Natur. In ganz Europa sind Rückgänge bei Bienen, Schmetterlingen, Nachtfaltern, Schwebfliegen und anderen bestäubenden Insekten zu verzeichnen, und es ist dringend erforderlich, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Probleme zu lösen und das Insektensterben aufzuhalten- wir wollen überall wieder Bienen, Schmetterlinge, Nachtfalter und Schwebfliegen sehen!

 

Die Europäische Kommission hat damit begonnen, eine neue "Initiative für Bestäuber" zu entwickeln - dies könnte die EU Landwirtschaftspolitik und die Pestizidvorschriften massiv verbessern. Doch zuerst müssen die EU-Kommission und die EU-Politiker sehen, wie sehr sich die Bürger um Bienen und andere bestäubende Insekten Sorgen machen. Nur dann wird die "Initiative für Bestäuber"  angemessene Priorität und Ressourcen erhalten.

Bitte füllen Sie das Konsultationsformular aus und lassen Sie die EU wissen, wie wichtig uns der Schutz der Bienen und anderer bestäubender Insekten ist!

 

KLICKEN SIE HIER, UM BESTÄUBER ZU UNTERSTÜTZEN

 

Hier ist ein Spickzettel, der Ihnen bei den Antworten hilft!

 

 

Fragen und Hilfe bei Antworten

 

Teil I - Allgemeine Angaben zu Ihrer Person!

 

 

Teil II - Bestäuber und ihre Rolle

 

Fragen 1 + 2 - Fragen über Sie!

 

Frage 3 - Bestäuber sind unverzichtbar!

 

Begründung -

• Wildbestäuber verrichten mindestens 80% der gesamten Bestäubungsleistung

• Ein Drittel der Nahrungsmittelproduktion direkt von der Bestäubungsleistung abhängig,

• 90% aller Nutzpflanzen sind insektenbestäubt,

• 62% der Wildblumenpopulationen sind bereits durch den Mangel an Bestäubern gefährdet,

• Uns fehlen 5 Millionen Pfund an Gala-Äpfeln im Vereinigten Königreich, weil es nicht mehr genug Bestäuber gibt; ebenso sind Nutzpflanzen, wie beispielsweise Raps, auf Bestäuber angewiesen,

• Bienen, Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten sind fantastisch und wir müssen aufhören, sie auszurotten

 

- Mehr zur Bedeutung von Bestäubern finden Sie im IBPES-Bericht (auf Englisch) hier.

 

Frage 4 – In der EU werden pro Jahr nur einige Millionen Euro für den Schutz von Wildblumen und Bestäubern in der Landwirtschaft investiert, so dass der von ihnen erzeugte Nutzen von 15 Milliarden Euro ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis darstellt. Das Bestäubersterben wirkt sich bereits jetzt negativ auf die Nahrungsmittelproduktion aus (z. B. in Finnland). Dies zeigt dass diese Biodiversitäts- und Ökosystemdienstleistungen nur unzureichend finanziert werden. Investitionen in den Schutz der Bestäuber sollten so weit angehoben werden, dass Bestäuberpopulationen sich zu erholen beginnen.

 

Frage 5 - Domestizierte Bestäuber tragen viel weniger als wilde Bestäuber zur Gesamtbestäubungsleistung bei. Zwar gibt es nur wenige endgültige Studien, aber die meisten Schätzungen besagen dass Wildbestäuber die meisten von Insektenbestäubung abhängigen Freilandkulturen und Wildblumen bestäuben. In einigen Studien wurde die Bestäubungsleistung durch Wildbestäuber auf über 90% gesetzt. Domestizierte Bienen können wichtige Bestäuber von Nutzpflanzen in der Nähe von Städten und in Gewächshäusern sein. Eine einzelne Wildbiene ist 300 Mal so effektiv bei der Bestäubung von Apfelblüten wie eine Honigbiene. Mehr über Wildbienen und domestizierte Bienen finden Sie hier, hier und hier.

 

 

Teil III - Ursachen und Folgen des Insektensterbens

 

Frage 6 – Die akute Abnahme von Bestäubern in Anzahl und Diversität ist alarmierend!

 

Die Bestände der Bienen, Schmetterlinge und Nachtfalter gehen stark zurück und es gibt Hinweise, dass Rückgänge zum Aussterben führen können!

 

Frage 7 - Diese Frage ist von Laien schwierig zu beantworten, denn es gibt Tausende von Arten von Bestäubern und es gibt Hunderte von Ursachen für ihre Bestandsabnahme. Hier ist unsere Einschätzung welche Ursachen am schwersten wiegen:

 

1. Zunehmend intensivierte Landwirtschaft

___ 1.1 Verarmung der Agrarlandschaft (z. B. Monokulturen) - äuβerst wichtig

___ 1.2 Vermehrtes Beweiden / Mähen von Wiesenflächen - Wichtig bis äuβerst wichtig (aber im Detail wird es kompliziert!)

___ 1.3 Einsatz von Düngemitteln - äuβerst wichtig

___ 1.4 Einsatz von Pestiziden - äuβerst wichtig

2. Aufgabe landwirtschaftlicher Flächen - nicht wichtig (Osteuropa eventuell etwas wichtiger)

3. Verstädterung - Wichtig

4. Umweltverschmutzung (einschließlich Lichtverschmutzung) - äuβerst wichtig

5. Invasive nichtheimische Arten - Wichtig

6. Krankheiten (z.B. Pathogene, Parasiten) - Wichtig

7. Klimawandel - äuβerst wichtig

8. andere - Wichtig *

 

* Die Liste der Ursachen ist zwar gut, aber nicht vollständig; fehlender Schutz für Bestäuber (z. B. sind keine Bienen auf der Liste der EU-Habitatrichtlinien und daher gibt es keine Schutzgebiete für sie), Überbewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen, Brachflächenbebauung (einschließlich ländlicher Brachflächen), atmosphärische Eutrophierung, Torfabbau und das Fehlen der Durchsetzung von Aktionsplänen zur Rettung gefährdeter Arten tragen alle zu den starken Rückgängen bei.

 

Frage 8 - Eine Frage zu Auswirkungen auf Ihr Privatleben! Ohne Bestäuber gäbe es weniger Obst, Lebensmittel würden teurer und sie könnten sich nicht mehr am Anblick von Bienen, Schmetterlingen und anderen Wildtieren erfreuen!

 

Frage 9 - Eine Frage zu Auswirkungen auf Ihr Berufsleben. Denken Sie an den Anstieg der Kosten der Nahrungsmittelproduktion, an die Umweltschäden und an zukünftige Risiken, die mit dem fortgesetzten Rückgang der Bestäubungsleistungen verbunden sind. Welchen Einfluss könnte dies auf den Ruf, den Umsatz und die Funktionsweise Ihres Unternehmens haben?

 

 

Teil IV – Eindämmung des Insektensterbens

 

Frage 10 - "Nicht gut" bis "überhaupt nicht gut" - Das Bestäubersterben ist das Ergebnis einer EU-Agrarpolitik, die auf Wildtiere keine Rücksicht nimmt. Die jüngste "Greening" -Initiative der EU sollte den Bestäubern Vorteile bringen, aber sie ging nach hinten los, als die EU in letzter Minute beschloss, "ökologische Schwerpunktbereiche" mit Insektiziden besprühen zu können. Die EU hat es versäumt, im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik ausreichend Mittel für Bestäuberinitiativen bereitzustellen. Ebenso sind keine Bienen in der EU-Habitatrichtlinie enthalten und die EU-Biodiversitätsstrategie bringt Bestäubern wenig Nutzen.

 

Frage 11 – Diese Frage bezieht sich auf Ihr eigenes Land (oder Region) - Verschiedene Länder haben unterschiedliche Herangehensweisen, nur die Niederlande, England, Schottland, Wales, ganz Irland, Frankreich und Norwegen haben nationale Aktionspläne. Länder, die keine Pläne haben, versagen wahrscheinlich, denn kein Land kann sagen, dass er seine Bestäuberrückgänge umgekehrt hat, deshalb ist es schwierig, eine höhere Bewertung als "Nicht gut" zu markieren!

 

Frage 12 - Eine Menge - auf allen Ebenen! (Außer vielleicht in einigen führenden Städten - z. B. Urban Buzz)

 

Frage 13 - Alle aufgeführten Maßnahmen würden Bestäubern helfen. Wir würden vorschlagen, dass die untenstehend fett gedruckten Maßnahmen von besonderer Bedeutung sind (d. H. " äuβerst wichtig"), die anderen sind auch wichtig, vielleicht äuβerst wichtig, aber entweder nicht geeignet für EU-Maßnahmen oder können auch auf anderem Weg erreicht werden.

 

1. Bewertung und Überwachung des Bestäubersterbens

2. Analyse der Bedrohungen von Bestäubern und die Folgen ihres Aussterbens

3. Förderung von Innovationen zum Erhalt von Bestäubern

4. Schutz und Wiederherstellung der Lebensräume von Bestäubern in Natura-2000-Gebieten

5. Schutz und Wiederherstellung der Lebensräume von Bestäubern in ländlichen Gegenden außerhalb der Natura-2000-Gebiete

6. Schutz und Wiederherstellung der Lebensräume von Bestäubern in städtischen Gegenden außerhalb der Natura-2000-Gebiete

7. Bewertung der Risiken von Pestiziden für Bestäuber

8. Umsetzung des Integrierten Pflanzenschutzes

9. Bekämpfung invasiver nichtheimischer Arten

10. Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels auf Bestäuber

11. Verringerung der Umweltverschmutzung (einschließlich Lichtverschmutzung)

12. Schützen Sie Bestäuber vor Krankheiten

13. Unterstützung der Anstrengungen des privaten Sektors

14. Schaffung von Marktanreizen für bestäuberverträgliche Maβnahmen

15. Einbeziehung lokaler Gemeinschaften

16. Unterstützung des Wissensaustauschs zwischen Interessengruppen

17. Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten

18. Unterstützung der Entwicklung lokaler / regionaler / nationaler Strategien

 

Neuere Forschungen haben ergeben, dass Lichtverschmutzung aufgrund der Auswirkungen auf Nachtfalter zu einer Verringerung der Bestäubung um 13% führen kann.

 

 

Teil V - Schlussbemerkungen

 

Dies hat Buglife gesagt, aber wenn Sie Zeit haben, geben Sie bitte Ihre eigenen Kommentare ab: -

 

"Es ist von grundlegender Bedeutung, dass die EU ausreichend starke Maßnahmen ergreift, um das Bestäubersterben zu stoppen.

 

Dies umfasst mindestens 1) die Wiederherstellung eines EU-weiten Netzes von Lebensräumen für Wildblumen, 2) die Neuausrichtung der Zahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik zur Unterstützung der Bestäubungsdienste, 3) die Reform der Pestizidvorschriften zur Vermeidung künftiger Schäden für Bienen und 4) die Verbesserung der Pflanzenhygienischen Bestimmungen einschlieβlich von Böden und im Topfpflanzenhandel.

 

Damit beurteilt werden kann, ob die EU das Bestäubersterben rückgängig gemacht hat, ist es von grundlegender Bedeutung, dass ein langfristiges, taxonomisch breitgefächertes, systematisches EU-weites Bestäuberüberwachungsprogramm eingerichtet wird.

 

Dies ist eine Gelegenheit zu zeigen, wie die EU ihren Umweltverpflichtungen gerecht werden kann, einschließlich der Tatsache, dass "Umweltschäden vorrangig beseitigt werden sollten".

 

 

 

Wenn Sie mehr über die Bedrohungen für Bestäuber in Europa und die daraus resultierenden Lösungen für die EU und die Mitgliedstaaten erfahren möchten, dann laden Sie bitte das gemeinsame Positionspapier von Buglife und Butterfly Conservation Europe (in Englisch) herunter.

 

Matt Shardlow

25. Januar 2018

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